PFAS-Blog
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Als ich vor fünf Jahren mit diesem PFAS-Blog begonnen habe, war mir zwar bewusst, dass sich die PFAS-Welt ständig entwickelt. Doch das rasante Tempo der Veränderungen in Mittelbaden, Europa und weltweit hat mich überrascht.
Um Ihnen eine bessere Übersicht zu bieten, habe ich die Blog-Artikel nach Jahren geordnet. Die Inhaltsübersicht beginnt mit dem neuesten Beitrag und reicht zurück bis Oktober 2021, als der Blog gestartet wurde. Das Veröffentlichungsdatum finden Sie hinter den jeweiligen Überschriften, die direkt zu den Beiträgen verlinkt sind. Klicken Sie auf "weiterlesen", um die Inhalte zu entdecken!
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Was heißt PFAS-frei und wie finde ich das?
PFAS: Das sind die Ewigkeits-Chemikalien, die jeden von uns betreffen und die trotzdem kaum jemand kennt; es gibt mehr Fragen als Antworten. PFAS sind Teil unseres Lebens; in unserem täglichen Umfeld, in Sport und Freizeit, in der Medizin oder auch in Wärmepumpen, Kindersitzen und jedem Smartphone. Da die Chemikalien aber zum einen gesundheitsschädlich sind und sich zum anderen mittlerweile in Luft, Wasser und Boden finden und auch im Blut nachweisbar sind, ist es keine schlechte Idee, auf die PFAS weitestgehend zu verzichten.
Und hier fangen dann die Fragen für die Verbraucher an, denn man steht eigentlich überall vor dem Problem, PFAS-freie Angebote überhaupt zu erkennen; "PFAS: Ja, nein, vielleicht?", um sich wenigstens bewusst dafür oder dagegen entscheiden zu können. Im folgenden eine Übersicht zu PFAS-frei und zu den vielen offenen Fragen, die bleiben.
Dieser Blogbeitrag wird regelmäßig aktualisiert. Wenn Sie also weitere Beispiele zu PFAS-freien Produkten haben, freue ich mich, wenn Sie mir das mitteilen, damit ich das hier ergänzen kann.
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Im Landkreis Rastatt ist das Grundwasser auf rund 127 Quadratkilometern mit PFAS belastet – verursacht durch die Aufbringung von PFAS-haltigem Papierschlamm-Kompost auf die Böden; die Papierschlämme hatte ein regionaler Komposthändler von 14 Papierfabriken erhalten. Details dazu finden Sie hier: 👉PFAS in Rastatt und Mittelbaden.
Das Trinkwasser der Region muss deswegen gereinigt werden, alle Wasserversorger sind betroffen: Die Stadtwerke Rastatt mussten eines ihrer drei Wasserwerke stilllegen, in den beiden verbleibenden Anlagen wurden große Aktivkohlefilter installiert, die die PFAS zurückhalten. Die Kosten sind enorm und als Konsequenz mussten die Stadtwerke den Wasserpreis erhöhen. Für Olaf Kaspryk, den Geschäftsführer der Stadtwerke, wäre es deshalb auch "wünschenswert, wir hätten in Deutschland eine Verursacherhaftung über die gesamte Wertschöpfungskette, also von der Entwicklung über die Produktion, den Handel und die Nutzung bis zur Entsorgung. Das würde von vornherein zu einem sorgsameren Umgang mit Stoffen führen und auch den Gerichten die Arbeit erleichtern.“ (PM der Stadtwerke Rastatt, s.u.).
Um zumindest einen Teil der PFAS-bedingten Kosten erstattet zu bekommen, hatten die Stadtwerke den Komposthändler bereits vor sechs Jahren auf 6,5 Millionen Euro Schadensersatz verklagt.
Am 23. Februar 2026 wurde vor dem Landgericht in Baden-Baden der Leiter der PFAS-Geschäftsstelle am Landratsamt Rastatt, Reiner Söhlmann, als Zeuge gehört. Dabei ging es um die Frage, wie man die PFAS-Belastung der Äcker bestimmt hatte. Weitere Prozesstage waren am 27. Oktober 2025 und am 14. März 2022, die hier chronologisch dargestellt werden.
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Habe ich PFAS im Blut? Bin ich betroffen?
Das ist für viele Menschen in der PFAS-Region in Mittelbaden leider keine theoretische Überlegung, sondern eine ganz konkrete Frage. Bürger hatten über einen unbestimmten Zeitraum hinweg PFAS-belastetes Trinkwasser konsumiert, bevor Gegenmaßnahmen ergriffen wurden.
Wie sieht es dort mit der PFAS-Belastung der Bevölkerung aus? Drei Blutuntersuchungen in den letzten neun Jahren zeigen:
Je nach Wohnort sind Bürger belastet / Die PFAS-Werte nehmen ab, die Gegenmaßnahmen greifen / Es gibt weiterhin Überschreitungen des HBM-II-Wertes / Eine Beratung durch Umweltmediziner wird nicht angeboten / Nur 12 von rund 180 Hausärzten aus Mittelbaden kamen zur einer angebotenen Ärzte-Infoveranstaltung
Der Abschlussbericht wurde am 5. Februar 2026 veröffentlicht.
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PFAS – die „Ewigkeitschemikalien“ als regionales und globales Umweltproblem. In Rastatt, einem der Hotspots der PFAS-Belastung in Deutschland, trafen sich Experten aus Wissenschaft, Behörden und Praxis zum Seminar „PFAS – Analytik, Bewertung, Sanierung“. Sie diskutierten aktuelle Forschungsergebnisse, Ursachen und neue Wege, um Böden, Grundwasser und Lebensmittel zu schützen.
Es wurde klar: Der Kampf gegen PFAS ist eine Herausforderung für Generationen – und er hat längst begonnen.
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Die Stadtwerke Rastatt setzen sich seit 13 Jahren mit den Ewigkeitschemikalien PFAS auseinander – aus eigener Betroffenheit als Wasserversorger. Bereits zum vierten Mal luden die Stadtwerke zu einem PFAS-Forum in die Badener Halle in Rastatt ein. Am 25. Juni 2025 diskutierten dort, unter der Moderation von Julia Mailänder, Expertinnen und Experten aus den Perspektiven von Umweltbundesamt, der Industrie, der Versicherungswirtschaft und der Wasserwirtschaft die Frage, ob per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen weiter beschränkt werden sollten und welche Auswirkungen das hätte? Rastatts OB Monika Müller sprach ein Grußwort, Vertreter des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums waren trotz Einladung leider nicht erschienen.
Update 14.8.2025: Land unterstützt Stadtwerke Rastatt mit rund 1,44 Millionen Euro: Das Land fördert das Engagement der Stadtwerke Rastatt, eine sichere Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser zu gewährleisten (Pressemitteilung Umweltministerium).

